Brustvergrößerung

Die Brustvergrößerung ist einer der am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen. Ziel der Operation ist es, eine ästhetische und natürliche Form und Größe der Brust zu erzielen. Zur Vergrößerung der Brust wird meist ein Kunststoffkissen (Implantat) eingepflanzt, das ganz oder teilweise aus Silikon besteht. Silikonimplantate werden seit über 30 Jahren eingesetzt.


Implantate:

Den Patienten steht eine Vielzahl verschiedener Silikon-implantate zu Verfügung. Die Form der Implantate variiert. Runde Implantate mit moderatem oder hohem Profil sowie tropfenförmige Implantate bieten individuelle Auswahlmöglichkeiten.

Zur Füllung der Implantate haben sich Silikongel und Kochsalzlösungen seit vielen Jahren bewährt. Implantate, gefüllt mit hochvernetztem Silikongel, sind derzeit vom Stand der Technik der beste Weichteilersatz.

Ein solches Silikongel weist einen "Memory-Effekt" auf, dies bedeutet, das Gel nimmt die vorgegebene Form ständig erneut an. Aufgeschnitten zeigt das Material seine natürliche weiche, jedoch schnittfeste Beschaffenheit. Es kommt durch seine Konsistenz dem Tast- und Bewegungsverhalten der natürlichen Brust sehr nahe.


Vor der Operation:

Sämtliche OP-Voruntersuchungen werden in der Klinik durchgeführt und zwingen nicht mehr zu aufwendigen Voruntersuchungen, deren Ergebnisse mitgebracht werden müssen. Ausnahme, ab einem Alter von 40 Jahren sollten Sie eine Mammographie an Ihrem Heimatort durchführen lassen und mitbringen.

Sollten Sie Bedenken haben, dass aus gesundheitlichen Gründen eine Operation abgelehnt werden kann, ist es ratsam eine OP-Tauglichkeitsuntersuchung an Ihrem Heimatort durchführen zu lassen.

Wie nach jeder Operation können Nachblutungen auftreten. Deshalb ist zwei Wochen vor der Operation die Einnahme von Salicylsäurehaltigen Schmerzmitteln und Acetylsalicylsäure (Aspirin) zu vermeiden. Trotz aseptischer Vorsichtmaßnahmen können Entzündungen entstehen. Als Vorbeugung werden antibiotische Medikamente verordnet. Leichte Schmerzen können mit Schmerzmitteln behandelt werden. Das Rauchen ist vier Wochen vor der Operation einzuschränken.


Risiken und Nebenwirkungen eines Brustimplantates:


Das Implantat wird vom Körper mit dichtem Bindegewebe (Kapsel) abgegrenzt. Schrumpft oder verkalkt die Kapsel, kommt es zu einer eventuell schmerzhaften Verhärtung mit Spannungsgefühl. Das ästhetische Ergebnis kann sich dadurch verschlechtern. Nach einer Strahlenbehandlung ist dieses Risiko erhöht. Auch nach Abschluss der Wundheilung können Flüssigkeitsansammlungen um das Implantat (Serome) auftreten, die in der Regel vom Körper wieder aufgenommen werden.

Das Implantat kann nach einem Kapselriss seine Lage und/oder Form verändern. Ein Korrektureingriff kann dann notwendig werden. Die Kapselverhärtung kann auch nach einer Nachkorrektur erneut auftreten. Bei einer äußeren Gewalteinwirkung kann das Implantat reißen. Lässt eine anschließende Untersuchung mit Ultraschall keine eindeutige Aussage zu, empfiehlt sich eine Kernspintomografie. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Beschädigung des Implantates, wird in der Regel ein operativer Austausch vorgeschlagen.

Liegt das Implantat hinter dem Brustmuskel, ist nicht auszuschließen, dass sich die Brust bei Armbewegungen verformt. Dort wo das Implantat direkt unter der Haut liegt, können sich, vor allem bei sehr schlanken Frauen, Falten des Implantates abzeichnen.


Allgemeine Operationsrisiken:


Größere Blutungen während oder nach der Operation können selten eine Nachoperation und/oder eine Bluttransfusion erforderlich machen. Gewebeverletzungen oder Nerven-schädigungen durch die Instrumente, elektrischer Strom, Hitze oder infolge der Lagerung örtliche Hautschäden (z.B. Verbrennungen am Gesäß) durch elektrischen Strom und/oder Desinfektionsmittel sind sehr selten. Örtliche Infektionen sind ebenfalls selten. Diese können die Wundheilung verzögern. Unter Umständen muss dann das Implantat entfernt werden. Bei einer Mammographie oder das Abtasten eines Tumors zur Erkennung kann durch ein Implantat beeinflusst und möglicherweise erschwert werden. Die Stillfähigkeit nach einer Brustvergrößerung bleibt im Normalfall erhalten.


Operativer Verlauf:


Soll die Brust nur vergrößert werden, wird ein kleiner Hautschnitt entlang der Unterseite der Brust oder umrundet des Warzenhofs oder in der Achselhöhle geführt. Vor oder hinter dem Brustmuskel wird eine Tasche gebildet, in die das Implantat eingelegt wird. Anschließend wird der Hautschnitt meist mit selbstauflösenden Fäden verschlossen. Der Eingriff wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Eine Vollnarkose ist eine Belastung für den Körper und wie so viele medizinische Verfahren mit gewissen Risiken behaftet. Besonders bei alten Menschen oder bei Patienten mit schweren Vorerkrankungen ist die Gefahr von Komplikationen wie u.a. Übelkeit oder Herz-Kreislauf-Beschwerden höher.

Die OP-Dauer ist ca. 1-2 Stunden. Der Klinik-Aufenthalt nach der Operation beträgt im Normalfall einen Tag.

Auch bei normalen Wundheilungen können Narben zunächst verhärten und deutlich gerötet sein, verblassen im Normalfall im Laufe der Zeit und werden zart und unauffällig. Selten reagiert die Haut aufgrund von Wundheilungsstörungen oder entsprechender Veranlagung der Patienten mit überschießenden Narben (Narbenwucherung mit Hautverfärbung, Keloid). Narben können auch schrumpfen, dadurch spannen und zu Bewegungseinschränkungen führen. Sie können zudem schmerzhaft sein und ästhetisch stören. Mit konservativen Behandlungsmaßnahmen (z.B. Salben, Druckmassage) kann versucht werden solche Narben zu verbessern. Gelegentlich kommen auch operative Maß- nahmen in Betracht. Ein Behandlungserfolg kann aber nicht zugesichert werden.

Da bei der Operation Hautnerven durchtrennt werden, lassen sich Gefühlstörungen im Bereich der Narben häufig nicht vermeiden, sie bilden sich meist, aber nicht immer, nach einigen Wochen zurück. Wie nach jedem operativem Eingriff können sich Blutgerinnsel in den großen Venen bilden (Thrombose), die verschleppt werden und ein Blutgefäß verschließen (Embolie). Als Vorbeugende Maßnahme kommt u.a. die Gabe gerinnungshemmender Mittel (z.B. die Injektion von Heparin) in betracht, die allerdings zu Blutungsneigung und sehr selten zu einer schwerwiegenden Störung der Blutgerinnung führen kann.

Bei Allergie oder Überempfindlichkeit (z.B. auf Medikamente, Desinfektionsmittel, Latex) können vorübergehend Schwellungen, Juckreiz, Niesen, Hautausschlag, Schwindel oder Erbrechen und ähnliche leichtere Reaktionen auftreten. Schwerwiegende Komplikationen im Bereich lebenswichtiger Funktionen (Herz, Kreislauf, Atmung, Nieren) und bleibende Schäden (z.B. Organversagen, Lähmungen) sind extrem selten.

Auch vorbereitende, begleitende oder nachfolgende Maßnahmen sind nicht völlig frei von Risiken. So können z.B. Infusionen oder Injektionen selten einmal örtliche Gewebeschäden (Spritzenabszesse, Nekrosen, Nerven- und/oder Venenreizungen/-entzündungen) nach sich ziehen.


Nach der Operation:

Hautverfärbungen, eine herabgesetzte Berührungsempfindlichkeit oder Überempfindlichkeit und ein gewisses Spannungsgefühl sind normal. Diese Symptome klingen in der Regel nach wenigen Wochen ab. Das spätere Aussehen der Narben hängt nicht alleine von der Operation ab, sondern auch von der Nachbehandlung und Ihrem eigenem Verhalten. Unnötige Bewegungen, die Zug oder Spannungen auf die Wundränder ausüben, bitte möglichst vermeiden, da sie die Narbenbildung ungünstig beeinflussen. Kleine quer zum Narbenverlauf geklebte Pflasterstreifen können das Operationsgebiet zusätzlich ruhigstellen.

Intensive Sonnenbestrahlung der Narben für 3 bis 5 Monate vermeiden. Die Empfindlichkeit der Brustwarze, besonders bei einer Schnittführung um den Brustwarzenhof, kann auf Dauer eingeschränkt bleiben.

Vermeiden Sie für etwa 3 Monaten Druck und Zerrungen im Operationsgebiet und Aktivitäten, bei denen Sie die Armmuskeln stark beanspruchen (z.B. schweres Heben, Tennis, Reiten). Nach der Operation bekommen Sie einen Stütz-BH, den Sie für 6 Wochen Tag und Nacht tragen müssen. Schwimmen oder Baden können Sie erst nach dem die Fäden gezogen wurden und die Wunde vollständig verschlossen ist. Nicht zu vergessen ist die regelmäßige Kontrolle nach der Operation, die durch die begrenzte Lebensdauer des Implantats von Ihnen verlangt wird. Die Lebensdauer der Implantate liegt bei 15-20 Jahren. Sie sollten sich im 1., im 6. und ab dem 12.Monat in jährlichen Abständen nach der OP untersuchen lassen.


Die hier aufgeführte Beschreibung der Operationen ist allgemein und kann das persönliche Beratungsgespräch mit dem Arzt nicht ersetzen. Leider dürfen wir keine Vorher-Nachher Bilder mehr abbilden, weil eine bildliche Darstellung von Vorher-Nachher Bildern der Schönheitschirurgie nach den Regeln des Heilmittelwerberechts untersagt ist.

 















































































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