Magenballon-Behandlung

Eine Magenballon-Behandlung kann bei starkem Übergewicht zu einer Gewichtsreduzierung beitragen. Dabei wird durch einen, mit Kochsalzlösung angereicherten Ballon, ein Teil des Magens gefüllt. Es entsteht ein schnelleres Sättigungsgefühl. Ohne chirurgischen Eingriff wird der Magenballon in einem endoskopischen Verfahren durch den Mund und Rachen in den Magen eingeführt.


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Vor der Behandlung:

Vor der Behandlung wird ein persönliches Gespräch zwischen Patient und Arzt geführt, um eine medizinische Aufklärung über Ablauf und mögliche Risiken zu gewährleisten. Kleine präoperative Untersuchung und Blutbild, INR(Quick), APTT und EKG werden vor Ort durchgeführt. Ausserdem wird vor der Einführung des Magenballons eine Untersuchung und Genehmigung zur Einführung von unseren Ärzten durchgeführt. Der Patient sollte vor der Behandlung mindestens 6 Std. nüchtern sein.

Ein Magenballon kann ab einem BMI von 30 eingesetzt werden. Bei einem BMI-Wert von 35-40 empfehlen wir, dass der Patient zunächst in seinem Wohnort mit einen Internisten oder Obesitologen bespricht, ob die Behandlung durch den intragastischen Ballon geeignet ist. Sonst kann nicht garantiert werden, dass die Behandlung in der Klinik nicht abgelehnt wird. Es sollte auch ausgeschlossen werden, dass keine anderen Krankheiten (z.B. Diabetes Mellitus, Herzarrythmie, ischämische Herzkrankheit…) bestehen die mit der Fettleibigkeit zusammenhängen können..


Eine Magenballon-Behandlung ist nicht geeignet für Patienten.


die regelmäßig entzündungshemmende Medikamente, Aspirin oder Medikamente zur Verzögerung oder Aufhebung der Blutgerinnung einnehmen. Langzeit-Steroid-Behandlung.
die sich in der Vergangenheit einer Bauchoperation oder einer gynäkologischen Operation mit einem Schnitt im Unterbauch unterzogen haben.
die bereits früher im Magen-, Dünndarm-, Rachen- oder Dickdarmbereich operiert wurden.
bei schwangeren und stillenden Frauen, Patienten mit psychiatrischen Störungen sowie bei Drogenabhängigkeit.
bei Patienten, die unter Krankheiten und Entzündungen im Verdauungssystem leiden.
bei Patienten mit der Hiatushernie (Zwerchfellbruch).
ernsthafte Nieren-, Hepatitis-, oder Lungenerkrankungen.
Patienten unter 18 Jahre alt



Die Behandlung:

Die Einführung des Magenballons erfolgt ambulant. Durch die exakt dosierte intravenöse Gabe von Schmerz- und Beruhigungsmitteln wird die Lokalanästhesie wirkungsvoll unterstützt. Auf diese Weise erleben Sie die Operation völlig angst- und stressfrei in einem leichten Schlaf..

Bevor der weiche Kunststoffballon in den Magen eingeführt wird, wird der Magen vom Arzt endoskopisch untersucht. Liegen keine Anomalien vor, wird der ungefüllte Magenballon durch den Mund und die Speiseröhre eingesetzt. Im Fall, dass bei der gastroskopischen Untersuchung im Magen ein peptisches Geschwür festgestellt wird, oder eine schwerere Form der Gastritis (Magenentzündung), oder ein umfangreicher Zwerchfellbruch, wird die Einführung des Magenballons nicht bei dieser 'Behandlung durchgeführt und der Eingriff wird auf die Zeit nach Verheilung des Geschwürs verschoben. Anschließend wird der Magenballon mittels Schlauch und Katheder mit Luft gefüllt. Der Verschluss des Magenballons erfolgt durch ein selbst dichtendes Ventil. Spätestens sechs Monate nach der Implantation wird der Magenballon endoskopisch wieder entfernt.

Ergänzend zu der Magenballon-Behandlung empfiehlt sich eine Umstellung der Ernährung sowie des Ess- und Bewegungsverhaltens. Hierfür erhalten Sie eine auf Sie abgestimmtem Plan. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und der Patient sollte 1 Nacht in einem naheliegendem Hotel bleiben.


Nach der Behandlung:

Am folgenden Tag wird am Morgen eine weitere Kontrolle in der Klinik durchgeführt, falls keine ernsten Nebenwirkungen vorliegen, wird der Patient nach Hause entlassen.

Bei der Entlassung aus der Klinik erhält der Patient ausreichend Medikamente und die Kontaktnummer der Station. Ausserdem bekommt er schriftliche Hinweise zu den Verhaltens- und Diätmaßnahmen für die nächsten Tage nach dem Eingriff.

Im Falle von nachfolgenden Komplikationen, die in der Regel sehr selten sind, kontaktiert der Patient unsere Klinik über die “Notruf“-Nummer unserer Klinik (Station) und der jeweilige Arzt im Dienst stellt die weitere nötige Betreuung sicher.


Risiken und mögliche Komplikationen:

Die ersten Tage werden unangenehm sein, da sich Ihr Magen erst an den Ballon gewöhnen muss. Möglich sind Übelkeiten, Erbrechen, Durchfall, Völlegefühl und Krämpfe.

In Einzelfällen kann es vorkommen, dass der Ballon im Magen beschädigt wird und die Kochsalzlösung verliert. Ein Farbzusatz in der Kochsalzlösung verursacht eine Färbung des Urins und weist den Patienten auf die Beschädigung hin. Bitte informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt. In der Regel wird der nun sehr kleine Ballon auf natürlichem Wege ausgeschieden.


Die hier aufgeführte Beschreibung der Operationen ist allgemein und kann das persönliche Beratungsgespräch mit dem Arzt nicht ersetzen. Leider dürfen wir keine Vorher-Nachher Bilder mehr abbilden, weil eine bildliche Darstellung von Vorher-Nachher Bildern der Schönheitschirurgie nach den Regeln des Heilmittelwerberechts untersagt ist.

 


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