Magenverkleinerung mittels Magenband

Neueste medizinische Möglichkeiten ermöglichen bei krankhaft übergewichtigen Patienten die Implantation eines Magenbandes. Durchgeführt wird dieser operative Eingriff zur dauerhaften Gewichtsreduktion bei Patienten mit einem BMI (Body Mass Index) von 40 und mehr. Das Mindestalter für die Implantation eines Magenbands beträgt 18 Jahre, das Höchstalter 65 Jahre. Ein Magenband kann Patienten, die trotz mehrfacher gescheiterter Diätversuche Gewicht verlieren möchten, helfen, auf Dauer ein gesundes Gewicht zu erlangen..


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Das Krankheitsbild Adipositas

Adipositas gilt laut WHO als chronische Krankheit. Die Folgen von krankhaftem Übergewicht reichen von Kurzatmigkeit bis hin zu Diabetes, Bluthochdruck sowie Rücken- und Gelenkbeschwerden. Neben physischen Beschwerden leiden viele Übergewichtige an psychischen Beschwerden bis hin zur Depression.

Die Implantation eines Magenbandes kann für adipöse Patienten der erste Schritt zum Normalgewicht und damit auch zu einer erhöhten Lebensqualität sein. Magenbanding kann bei Patienten durchgeführt werden, die einen BMI ab 40 haben oder eine Bescheinigung über das Krankheitsbild Fettleibigkeit von ihrem Arzt vorweisen.

Der Grund für die Entscheidung zu einer Magenbad-Operation sollte vordergründig die Vermeidung von zukünftigen Risiken aufgrund von Adipositas sein.


Positive Studienergebnisse zum Magenband

Schwere Erkrankungen in Folge von Übergewicht können durch die Implantation eines Magenbandes aktiv und nachhaltig vermieden werden. Wissenschaftliche Studien belegen, dass es in den ersten zwei Jahren nach dem Magenbanding möglich ist, das Gewicht um bis zu einem Drittel des Ausgangsgewichts zu reduzieren. Der bei regulären Diäten auftretende Jo-Jo-Effekt konnte bei Patienten mit Magenband nicht nachgewiesen werden. Diese können ihr reduziertes Gewicht durchschnittlich bis zu zehn Jahre und länger halten.


UnserArzt

Dr. med. Svoboda Ladislav praktiziert seit 1995 als Chefarzt in der Tschechischen Republik. Er verfügt über das Zertifikat zur Durchführung laproskopischer Eingriffe, durch die auch Magenbandings ausgeführt werden. Dr. Svoboda Ladislav implantiert seit 1997 nicht verstellbare Magenbänder und seit 2007 verstellbare Magenbänder.

Vor der Operation

Am Tag vor der Operation findet ein vertrauliches Beratungsgespräch zwischen dem behandelnden Arzt und dem Patienten statt. Dieses Gespräch bildet die Grundlage für eine umfassende ärztliche Voruntersuchung des Patienten. Hierbei sollen im Wesentlichen bestehende Krankheiten der Speiseröhre, des Magens sowie der Organe der Bauchhöhle ausgeschlossen werden. Eine besonders wichtige Rolle kommt im OP-Vorfeld dem Anästhesisten zuteil. Er stellt sicher, dass der Gesundheitszustand des Patienten für eine Operation unter Vollnarkose geeignet ist. Ziel dieser Untersuchungen ist es, den Patienten physisch und psychisch optimal auf die Operation, aber auch auf die Zeit nach der Operation vorzubereiten. Zudem muss ausgeschlossen werden, dass die Patienten unter Krankheiten wie Bulimie, Alkoholismus sowie akuter Psychose leiden. Drogenabhängigen Personen und schwangeren Frauen darf kein Magenband eingesetzt werden. Empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig, ist es, eine Begleitperson dabei zu haben.


Operativer Verlauf

Die Implantation eines Magenbandes erfolgt am zweiten Tag des Klinikaufenthalts unter Vollnarkose und dauert etwa zwei Stunden. Eine Vollnarkose ist eine Belastung für den Körper und wie so viele medizinische Verfahren mit gewissen Risiken behaftet. Besonders bei älteren Menschen oder bei Patienten mit schweren Vorerkrankungen ist die Gefahr von Komplikationen wie u.a. Übelkeit oder Herz-Kreislauf-Beschwerden höher. Am oberen Teil des Magens wird laparoskopisch, also mit Hilfe eines optischen, chirurgischen Instruments, ein Silikonband mit der Funktion einer Manschette eingesetzt. Dieses Band zieht den Magen in der Art zusammen, dass der Vormagen, der die Nahrung zuerst aufnimmt, nunmehr nur noch ein Volumen von zirka 20 bis 30 ml hat. Bei der Aufnahme fester Nahrung kann sich der obere Magen schon bald füllen. Ein rasches Sättigungsgefühl kann eintreten. Zwischen Vormagen und Magen bleibt eine ausreichend große Öffnung, durch die die Nahrung passieren kann. Da jeder Patient ganz individuell schnell abnehmen oder auf das Magenband reagieren kann, besteht die Möglichkeit das Magenband ambulant optimal anzupassen.

Ist das Band implantiert, so kann bereits nach dem Verzehr geringer Speisenmengen und Kalorien ein über mehrere Stunden andauerndes Sättigungsgefühl entstehen. Insgesamt kann über den Tag verteilt also nur noch eine wesentlich geringere Gesamtmenge an Nahrung aufgenommen werden. Der Weg für eine Gewichtsreduktion ist geebnet. Da bei der Operation selbst lösende Fäden benutzt werden, müssen später keine Fäden gezogen werden.


Nach der Operation

In der Regel können Patienten schon wenige Stunden nach der Operation mit Unterstützung aufstehen und in kleinen Mengen Tee zu sich nehmen. Am dritten und letzten Tag in der Klinik erfolgt eine Abschlussuntersuchung. Auf Wunsch erhalten die Patienten danach ein Empfehlungsschreiben, mit dem sie in Deutschland die Nachsorge von einem Spezialisten durchführen lassen können. Wichtige Empfehlungen für die zukünftige gesunde Ernährung sowie nützliche Tipps für unterstützende Bewegungstrainings runden den Aufenthalt im klinischen Zentrum Iscare Lightouse in Prag ab.

In der ersten Woche nach der Operation darf der Patient nur flüssige Nahrung zu sich nehmen. Bereits zwei Wochen nach der OP können die meisten Patienten wieder regulär ihren Alltag gestalten. erfolgt meist die Gesundschreibung. In der Regel nehmen Patienten in den ersten beiden Jahren nach dem Eingriff bis zu 2 kg pro Monat ab.

Jeder chirurgische Eingriff birgt ein Risiko. Sollte es nach der Operation zu Komplikationen kommen, kann das Magenband entfernt werden.


Leben mit dem Magenband


Das Magenband kann für unbegrenzte Zeit im Körper bleiben. Wesentlicher Faktor für die positive Wirkung des Magenbandes ist die sinnvolle Ernährungsumstellung der Patienten. Kombiniert mit regelmäßiger körperlichen Aktivitäten kann das Magenband dauerhaft zu einem gesunden Gewicht verhelfen.

 


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